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Testen und Fördern |
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28/09/11 |
Einführung in die Diagnostik |
Ma |
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05/10/11 |
Phasen des diagnostischen Prozesses, Instrumentarium der Diagnostik, diagnostische Strategien |
Thie |
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12/10/11 |
Gutachten |
Ma/Thie |
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19/10/11 |
Statistische und messtheoretische Grundlagen |
Thie |
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26/10/11 |
Maße der zentralen Tendenz I |
Thie |
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02/11/11 |
Maße der zentralen Tendenz II |
Thie |
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09/11/11 |
Blockwoche |
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16/11/11 |
Zusammenhangsmaße I |
Thie |
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23/11/11 |
Zusammenhangsmaße II |
Thie |
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30/11/11 |
Testkritik |
Ma |
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07/12/11 |
Podiumsdiskussion: Sarazin und die Folgen |
Ma |
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14/12/11 |
Gibt es eine heilpädagogische Diagnostik? |
Ma |
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21/12/11 |
Förderdiagnostik |
Ma |
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04/01/12 |
Methodenwahl in der Diagnostik |
Ma |
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11/01/12 |
Förderdiagnostik im Bereich Lesen und Schreiben |
Ma |
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18/01/12 |
Wiederholung Quantitative Diagnostik |
Thie |
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25/01/12 |
Fragen und Ausblick |
Ma: Studiengangskonferenz SIGB |
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Tab 1 : Entwicklung von Sonderpädagogischer Diskussion, Diagnostik & Empirischer Sozialforschung im Nachkriegsdeutschland / Vortrag Mand |
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|---|---|---|---|---|
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Sonderpädagogik |
Diagnostik |
Empirische Sozialforschung |
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bis Ende 60er Jahre: Defizitorientierung / Testfixierung als vorherrschendes Paradigma |
bis Ende der 60er Jahre: Diagnostik als Testdiagnostik |
bis Ende der 60er Jahre Forschung vornehmlich mit quantitativen Methoden |
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mit Rezeption der Befunde der schichtenspezifischen Sozialisationsforschung: Spaltung in Traditionalisten & Reformfraktion |
Testkritik & Antipsychiatriebewegung führen zu Spaltung in Testdiagnostik & Förderdiagnostik |
Nach
Behaviorismuskritik und unter Einflüssen der kritischen Soziologie
kommt es zu Renaissance der qualitativen Methoden. Dies führt zur |
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Traditio- nalisten halten an Sonder institutionen fest & integrieren Positionen der Integrations pädagogik |
Reformfraktion wird zur Integra- tionspädagogik, weiter heftige Kritik an Sonder institutionen, Positionswandel der Traditiona listen wird als nicht glaub würdig angesehen. |
Vertreter der Testdiagnostik integrieren Posi tionen der Förder- diagnostik, fordern aber, dass Instru- mente beider Schulen Anwendung finden |
Fundamentalkritik an Verwendung testdiagnostischer Verfahren, Positionswandel wird als Versuch gewertet Test- diagnostische Methoden zu retten |
Etwa mit Beginn der 90er Jahre werden Forderungen laut, empirische Sozialforschung müsste qualitative & quantitative Elemente integrieren. Fortbestand von Qualitativer & Quantitativer Sozialforschung als relativ eigenständige Subdisziplinen |
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Tab 2 Diagnostische Aufgaben und Eignung |
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Diagnostische Aufgaben |
Standardisierte Methoden (Testdiagnostik) |
Qualitative Methoden (Förderdiagnostik) |
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entscheiden, welche Leistungsanforderungen in der Schule gelten (Rahmenplan) |
in aller Regel geeignet Problem: unterschiedliche Standards in den Schulen, Schul- leistungstests sind wichtiger als IQ-Tests |
in aller Regel geeignet. Problem: erheblicher Einfluss der Maßstäbe der Diagnostiker/innen |
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entscheiden, ob eine besondere Beschulung erfolgen muss |
in Teilen geeignet Problem: Es gibt keine Verfahren, die dies zuverlässig tun |
in Teilen geeignet Problem: erheblicher Einfluss der Maßstäbe & Interessen der beteiligten Institutionen & der Diagnostiker/innen |
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analysieren, welche Lern- & Verhaltensvoraus- |
nur in einigen Ausnahmen geeignet Problem: fehlende Ausrichtung an Entwicklungs- |
besonders geeignet |
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entscheiden, wer welchen Anteil an den gegebenen Ressourcen erhalten soll |
besonders geeignet |
ohne Ergänzung durch standardisierte Methoden nicht sinnvoll. |
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Tab 3: Begriff Test nach Bundschuh 1999, 65 f |
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Ein psychologischer Test
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Tab 4: Gütekriterien von Testverfahren nach Bundschuh 1999, 71 ff. |
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Objektivität |
Grad, in dem Testergebnisse unabhängig vom Untersucher sind. Man unterscheidet Durchführungsobjektivität (Testergebnisse sollen unabhängig vom Verhalten des TL sein), Auswertungsobjektivität (gegeben, wenn unterschiedliche Auswerter die Ergebnissen in gleicher Weise deuten, bei gleichen Protokollen zu gleichen Ergebnissen kommen), Interpretationsobjektivität (unterschiedliche Fachleute sollen zu gleichen Aussagen über den Probanden kommen), Objektivität der diagnostischen Konsequenzen (Testhandbuch muss Angaben über Maßnahmen erhalten, die aus Testergebnissen abzuleiten sind). |
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Reliabilität |
Zuverlässigkeit. Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein Persönlichkeitsmerkmal zu messen beansprucht. Die Zuverlässigkeit wird in aller Regel mit dem Korrelationskoffezient angegeben (Korrelationen zwischen Test und Wiederholung, zwischen Testteilen oder zwischen Paralleltests). Korrelationskoeffizienten können Werte zwischen +1 und -1 annehmen. Der Grad der Gemeinsamkeit kann in Prozent errechnet werden, indem das Quadrat des Korrelationskoeffizienten mit 100 multipliziert wird (bei r = 0,9 entspricht dies 100 x 0,81 = 81 % |
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Validität |
Gültigkeit. Grad der Genauigkeit, mit dem der Test das Persönlichkeitsmerkmal, das er messen oder vorhersagen soll tatsächlich vorhersagt. Man unterscheidet: Inhaltliche Validität (Fachleute beurteilen, ob ein Test tatsächlich das misst, was er messen soll), Übereinstimmungs oder Kriterienbeozogene Validität (Vergleich mit Außenkriterien, deren Validität & Reliabilität anerkannt ist, z.B. Vergleich eines neuen Intelligenztests mit bestehenden), Vorhersagegültigkeit oder prognostische Valiität (berechnet über Korrelation zwischen vorhergesagter & eingetroffener Leistung z. B. Prognose von Schulleistungen), Konstruktvalidität (Ausmaß, mit dem Test mit der Theorie übereinstimmt, von der seine Testkonstruktion ausging, belegt über empirische Untersuchungen |
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Normierung |
Normen werden im Rahmen der Eichung ermittelt (Durchführung der Testverfahren anhand einer großen Eichstichprobe, z.B. 1500). |
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Tab 5: Statistische Kennwerte, die Bedeutung für das Verständnis von Normen haben nach Bundschuh 1999, 90 f |
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Arithmetisches Mittel |
Zahlenwerte also x1 + x2 + x3 + ... |
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Median (nach Clauß/Ebner 1985) |
Der Median ist der Wert in der nach der Größe geordneten Rangreihe, der die Reihe halbiert (genau so viele Werte oberhalb und unterhalb) |
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Modalwert (nach Clauß /Ebner 1985) |
Der Modalwert ist der Messwert, der am häufigsten vorkommt |
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Standard- |
Summe der Quadrat Wurzel aus: -------------------------- N -1 |
| Prozentränge | Der Prozentrang gibt darüber Auskunft, wie viel Prozent der Eichstichprobe besser bzw. schlechter abgeschnitten haben als der untersuchte Proband. Prozentränge haben das Problem, dass der Abstand zwischen zwei Prozenträngen nicht immer gleich ausfallen muss.Der Unterschied zwischen Prozentrang 3 und Prozentrang 4 kann z. B. größer ausfallen, als der Unterschied zwischen Prozentrang 50 und 51. Man darf deshalb mit Prozenträngen nicht rechnen (also z. B. den Mittelwert bilden). Prozentränge sind zwar anschaulich, aber letztlich Kennwerte minderer Güte. Aussagekräftiger sind T-Werte (ermöglichen einen Vergleich zur T-Verteilung). |
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Tab 7: Der Standardmessfehler (Bundschuh 1999, 90 ff.) |
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Standardmessfehler |
Der Standardmessfehler ermöglicht die Berechnung eines Bereichs , in dem der wahre (also von Messfehlern nicht beeinflusste) Wert zu erwarten ist (=Vertrauensbereich). Beispiel: IQ 88 bedeutet bei einem Standardmessfehler von +- 7 IQ Punkten, dass der wahre Wert zwischen 81 und 95 vermutet werden kann. Man kann so auch berechnen, wie sehr 2 Testwerte sich mindestens unterscheiden müssen, damit man davon ausgehen kann, dass sich 2 Probanden tatsächlich unterscheiden können (kritische Differenz). bzw. ob sich Testwerte eines Probanden in zwei oder mehreren Durchgängen tatsächlich oder zufällig unterscheiden
Der Standardmessfehler wird wie folgt berechnet:
Standardmessfehler = Standardabweichung x Quadratwurzel aus 1 - Zuverlaessigkeitskoeffizient |
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Tab 8: Kobi 2003: Inhalte einer heilpädagogischen Diagnose |
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Tab 9: Kobi 2003: Ziele heilpädagogischer Diagnostik |
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Die Heilpädagogische Diagnostik ist
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Tab 10: Kobi 2003: Missverständnisse heilpädagogischer Diagnosen |
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Als Missverständnisse von Diagnosen nennt Kobi:
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Tab 11: Hellmann 2003: Heilpädagogische Diagnostik |
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Tab 12: Stand der Forschung zur Diskrepanzdefinition von Legasthenie nach Deimel 2002 |
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Tab 13: Diagnose LRS: DSM IV / ICD-10 nach Deimel 2002 |
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|---|---|
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1. Schulleistung ist kleiner als aufgrund von IQ, Alter und Beschulung zu erwarten ist 2. Es liegt eine klinisch relevante Beeinträchtigung bzw. ein Leidensdruck vor 3. Ausschluss: unangemessene Beschulung, periphere Seh- & Hörstörung, |
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DSM IV |
ICD 10 |
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neurologische und emotionale Erkrankungen nicht als Ausschlusskriterien genannt |
neuologische und emotionale Erkrankungen, die ursächlich für Schulleistungsproblematik sind, als Ausschlusskriterien genannt |
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Diskrepanz von 2, im begründeten Einzelfall 1 Standardabweichung |
Diskrepanz mit Regressionsansatz berechnet |
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Tab 14: Praktisches Vorgehen bei der Diagnose von LRS nach Deimel 2002, 125 / IQ-Tabelle nach Schulte-Körne u.a. 2001 (www.kjhp.uni-marburg.de/kjp/legast/leg/diagnose.htm, Zugriff am 7.10.2005) |
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IQ |
Rechtschreib-Prozentrang kleiner als |
IQ |
Rechtschreib-Prozentrang kleiner als |
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70-74 |
1 |
108-109 |
10 |
|
75-82 |
2 |
100-111 |
11 |
|
83-87 |
3 |
112 |
12 |
|
88-92 |
4 |
113-115 |
13 |
|
93-96 |
5 |
116 |
14 |
|
97-99 |
6 |
117 |
15 |
|
100-102 |
7 |
> 118 |
16 |
|
105-107 |
9 |
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Tab 17: Diagnostischer Alltag nach Mand 2002 |
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Mand untersucht den diagnostischen Alltag im Rahmen von Verfahren zur Feststellung sondernpädagogischen Förderbedarfs. Er stellt fest, dass Förderortempfehlungen der Gutachten (Sonderschule oder Gemeinsamer Unterricht) nicht von Schülervariablen (also z.B. IQ, HSP) abhängen, sondern von Lehrervariablen. Entscheidend ist, ob Erfahrungen im Gemeinsamen Unterricht vorliegen bzw. welche Einstellungen Lehrer/innen gegenüber Integration haben. |
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Tab 18: Gütekriterien & Kommentare aus förderdiagnostischer Sicht nach Eggert 1997 |
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Objektivität ist eine wenig realistische Annahme in Pädagogik & Therapie, weil es nicht möglich ist, eine wirklich objektive Situation bei der Untersuchung menschl. Handelns zu entwickeln Reliabilität ist eher ein Alptraum als eine hilfreiche Konstruktion, weil die Vorstellung konstanter Merkmale den Menschen auf ein Funktionsmodell reduziert Validität Was ein Test misst, ist das, was ein anderer Test vorher gemessen hat oder: eine Angelegenheit oft schmaler Reichweite. Normierung Normierung ist eine kurzlebige und sehr kostspielige Sache, weil derlei nur durch unabhängige staatliche Organisationen garantiert werden kann & unabhängig von Testverlagen sein muss. Ökonomie Ökonomie ist ein Traum der Bürokratie. Ökonomische Verfahren sind in ihren Konsequenzen bisweilen inhuman & ungerecht. Der individuelle Förderbedarf eines Kindes kann auf keinen Fall in reduzierten Situationen gemessen oder auch nur abgeschätzt werden. |
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Tab 19: Klassische Denkfehler sonderpädagogischer Diagnostik nach Eggert 1997 |
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Tab 20: Zusammenfassende Kritik an Testdiagnostik von Eggert 1997 |
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Tab 21: Förderdiagnostik nach Mand/Veber 2008 |
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Tab 22: Charakteristika der Kind-Umfeld-Diagnostik nach Sander 2000 |
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(1) Gegenstand der Diagnose ist nicht das Kind für sich allein, sondern das konkrete Kind-Umfeld-System (2) Zentraler Stellenwert hat die Diagnose des schulischen Umfelds (3) Hauptaufgabe ist die Suche nach Veränderungsmöglichkeiten mit dem Ziel die Schule schulreif zu machen für das behinderte Kind (4) Die Kind-Umfeld-Analyse muss von einem Team von Kennern des konkreten Kind-Umfeld-Systems durchgeführt werden (Förderausschuss u. a. mit Bezugsperson des Kindes) (5) Die ökosystemische Diagnose und die auf ihr beruhenden Empfehlung müssen immer wieder überprüft und angepasst werden. (6) Die Schulleistungsdiagnose im Rahmen der Kind-Umfeld-Diagnose wendet verschiedene Bewertungsmaßstäbe nebeneinander an (Lehrplan-bezogen, Klassen-bezogen, individuell) und betont den individuellen Maßstab. |
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Tab 23: Probst 1999 |
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Probst berichtet von einer zwiespältigen Haltung von Laien und Einsteigern gegenüber psychologischer und (sonder-)pädagogischer Diagnostik (156). In einer kleinen Untersuchung an Studierenden ermittelt Probst, dass mit dem Begriff “Diagnostik” im Vergleich zum Begriff “Förderung” eher Begriffe wie ernst, hart, streng, klärend, technisch und unsympathisch assoziiert werden (157). Die in NRW zum Veröffentlichungszeitpunkt vorherrschende Praxis sonderpädagogischer Diagnostik ist nach Probst dadurch gekennzeichnet, dass Intelligenztestverfahren noch immer die Säule jedes Gutachtens. In der Diskussion der Frage nach Sinn und Verwendung der Intelligenzdiagnostik weist Probst darauf hin, dass Intelligenztests weder das genetische Potential eines Menschen noch den Inhalt schulischen Lernens testen. Sie erfassen aber seiner Meinung nach “den generalisierten Niederschlag der gesamten Lerngeschichte”, relativ losgelöst von Inhalten und Situationen, in denen das Kind jeweils ein konkretes Quäntchen Denkfähigkeit und Informationsverarbeitung erwarb (174). So könne man klären, ob ein Problem auch vor dem Hintergrund einer allgemein unterentwickelten kognitiven Kompetenz bestehe. (175) Die Ablehnung von standardisierten Prüfverfahren durch “pädagogische Weichspüler” bezeichnet er als extremen Pendelausschlag der qualitativen Diagnostik. (175) Gegen eine extreme qualitative Diagnostik spreche aber seiner Meinung nach, dass ihre Vermittlung oder Aneignung so viel Zeit und (Lebens- oder Lehr)- Erfahrung in Anspruch nimmt, dass man eine erste Berufsausbildung nicht vornehmlich auf diesem Weg gründen kann (176). Aus diesem Grunde plädiert er für strukturierte diagnostische Verfahren, die zwar einerseits nicht allen Forderungen der psychologischen Testtheorie entsprechen, aber andererseits erlauben, individuelle Entwicklungen typische Antworten und Lösungsmuster zuzuordnen (176 f.). |
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Tab 24: Sprachproduktion, Sprachverständnis und allgemeine Entwicklung bei Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren nach Richter, E. / Brügge, W./ Mohs, K.: So lernen Kinder sprechen. München 4 2001 Das erste Jahr(0-6 Monate) |
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Sprachproduktion |
Sprachverständnis |
Allgemeine Entwicklung |
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7-12 Monate |
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Tab 25: 13-18 Monate |
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Sprachproduktion |
Sprachverständnis |
Allgemeine Entwicklung |
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19-24 Monate |
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Sprachproduktion |
Sprachverständnis |
Allgemeine Entwicklung |
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Tabelle 26 b: Das vierte Jahr |
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|---|---|---|
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Tab 27 Das fünfte Jahr |
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Sprachproduktion |
Sprachverständnis |
Allgemeine |
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Tab 28: Entwicklung nach dem 5. Jahr |
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Sprachproduktion |
Sprachverständnis |
Allgemeine Entwicklung |
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Tab 29: Förderung der Sprachentwicklung nach Richter, E. / Brügge, W./ Mohs, K.: So lernen Kinder sprechen. München 4 2001 |
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Tab 30: Hinweise für den Umgang mit dem sprachauffälligen Kind nach Richter, E. / Brügge, W./ Mohs, K.: So lernen Kinder sprechen. München 4 2001 |
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Tab 31: Phonologische Bewusstheit nach Walter 2001 / 2002 |
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Walter (2001, 38) definiert phonologische Bewusstheit als die Fähigkeit des Kindes , eine Analyse oder Synthese des Lautstroms gesprochener Sprache vorzunehmen / Walter, J.: Differenzielle Effekte des Trainings des phonologischen Wissens auf das Lesen- und Schreibenlernen: Ergebnisse der international angelegten Meta-Analyse von Ehri et al (2001). In: Heilpädagogische Forschung 28 (1/2001), 38-49) Walter (2002, 48) stellt in Auswertung der Metanalyse von Ehri u.a. (2001) fest, dass sich phonologisches Wissen unabhängig von der Landessprache vermitteln lässt (also: in unterschiedlichen Sprachen) und dass der Transfer auf das Lesen gut belegt ist. Die Effektstärke bei Risikokindern liege teilweise über 1.0 (und erreicht damit eine beachtliche Höhe) / Walter, J.: „Einer flog übers Kuckucksnest“ oder welche Interventionsformen erbringen im sonderpädagogischen Feld welche Effekte. Ergebnisse ausgewählter amerikanischer Meta- und Mega-Analysen. In: Zeitschift für Heilpädagogik 52 (11/2002), 442-450) |
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Tab 32: Psychomotorische Entwicklung und Lese/Schreibentwicklung / Vortrag Mand 22.5.07 |
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Die einschlägigen Übersichtsbeiträge der letzten Jahre belegen einhellig: Die psychomotorische Entwicklung hat keinen nennenswerten Einfluss auf die Lese/Schreibentwicklung. Psychomotorische Testverfahren können Lese/Rechtschreibprobleme nicht vorhersagen. Und entsprechende Fördermaßnahmen sind nicht effektiv. Nachzulesen ist derlei z. B. bei Walter (2002). Er ermittelt in 180 Studien zur Effktivität von psychomotorischen Wahrnehmungstrainings bei der Wortwahrnehmung eine Effektstärke von -0.02, beim Wortverständnis eine Effektstärke von -0.05, beim lauten Lesen -0.04, und beim Wortschatz -0.01 (Effektstärke = Mittelwertsdifferenz zwischen Versuchs und Kontrollgruppe dividiert durch Standardabweichung der Kontrollgruppe / Effektstärken > 0.2 sind klein, Effektstärken > 0,5 sind moderat, Effektstärken > 0.8 sind groß). Dass psychomotorische Testverfahren nicht die Entwicklung von Lese/Schreibproblemen vorhersagen können, ist seit Anfang der 90er Jahre bekannt (Pischner, E.: Neuropsychologische Grundlagen schriftsprachlicher Lernschwierigkeiten. In: Zeitschrift für Heilpädagogik 42 / 1991, 364-371). Von geringen Effekten psychomotorischer Förderung berichten auch die Übersichtsbeiträge von Mannhaupt. (2002), von Valtin (2003) und Grünke (2006). |
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Tab 33: Aktiver Wortschatztest-R |
|---|
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Der AWST-R prüft die Entwicklung des aktiven Wortschatzes bei Kindern im Alter von 3;0 bis 5;0 Jahren. Die Eichstichprobe ist relativ neu (2/2003 bis 10/2004) , aber mit 551 sinnesgesunden und “vermutlich normal begabten” Kindern nicht besonders groß. Der Standardmessfehler beträgt je nach Altersstufe 3.37 bis 3.46 Punkte (bei maximal 75 Punkten). Den Kindern wird Bildmaterial gezeigt (Blatt, Bank, schwimmen, Fuchs, trommeln, Springseil usw.). Der Testleiter fragt jeweils: Was ist das? Was macht die/der? Für richtige Worte gibt es einen Punkt - für falsche 0 Punkte. Eine Auswertung ist quantitaiv und qualitativ möglich (Beurteilung des Antwortverhaltens, Auswertung nach Wortfeldern, nach morphologischen Gesichtspunkten, nach phonologischen Ähnlichkeiten |
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Tab 34: Bielefelder Screening |
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Das Bielefelder Screening ist ein etabliertes Instrument zur Diagnose der Phonologischen Bewusstheit. Die Eichstichprobe ist vergleichsweise alt (1986/1987), aber ausreichend groß (N = 1120). Das BISC hat als Untertests: Pseudowörter-Nachsprechen Reimen Wortvergleich-Suchaufgabe (Buchstabenbilder) Laute Assoziieren (Ei - s) Schnelles Benennen - Wissen (Bildkarten) Schnelles Benennen-Farben von Schwarz-Weißen Objekten Schnelles Benennten-Farben farbig inkongruenter Objekte (falsche Farben) Silensegmentieren Laut zu Wort (Hörst du -au- in Schwein?) Mit Hilfe des BISC werden Risikopunkte ermittelt, um Kinder zu identifizieren, die Förderung benötigen. |
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Tab 35: Leseentwicklung nach Balhorn (1996) |
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Benennen von Firmenzeichen oder Wörtern |
Erkennen von Zeichen |
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Buchstaben als Erkennungsmerkmale |
Kind nimmt einzelne Buchstaben wahr, etwa an den Wörtern Taxi das –x- oder bei Post das –P- |
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Hilfe durch den Kontext |
Durch Einordnung in den Kontext lernt das Kind ähnliche Wörter (z. B. Telefon oder Toiletten) zu unterscheiden |
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Entwicklungsstufe: Benennung mit Lautelementen |
Kinder eignen sich schrittweise Buchstaben-Lautbeziehungen an. Sie erlesen zwar noch nicht Wörter, aber die Buchstaben-Laut-Beziehungen helfen, das richtige Wort zu finden. |
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Stufe des ersten vollständigen Erlesens |
rein erlesende, synthetisierende Strategie. Kind liest langsam und benötigt einfache Texte |
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Stufe des fortgeschrittenen Lesens |
Kind kann nach und nach Buchstabengruppen und eventuell Silben erfassen und in gesprochene Sprache übersetzen. |
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Automatisierung und Hypothesenbildung |
Kind benötigt immer weniger Aufmerksamkeit für die Übersetzung der Buchstaben, kann sich stärker auf den Inhalt konzentrieren und entwickelt Hypothesen über die weitere Entwicklung des Satzes. Es entsteht so eine erhöhte Reaktionsbereitschaft für grammatisch bzw. inhaltlich erwartete Wörter |
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Tab 36: Schreibentwicklung nach Bartnitzki u.a. 1996 |
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vorkommunikative Aktivitäten (2Jahre) |
Kinder machen Kritzelbilder oder hinterlassen andere Spuren mit Schreibgeräten auf Papier. |
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Vorphonetisches Stadium (3-5 Jahre) |
Kinder schreiben Kritzelbriefe als Mitteilungen. Sie verwenden Buchstaben, allerdings ohne zu erfassen, dass Buchstaben für Laute stehen, und schreiben einen Buchstaben für ein Wort |
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Halbphonetisches Stadium (4- 6Jahre) |
Kinder entwickeln eine erste Vorstellung davon, dass Buchstaben Laute abbilden. Sie schreiben erste Buchstaben für Laute und bildet Lautgruppen ab, die ihnen besonders prägnant erscheinen. Wortfragmente stehen für ein Wort |
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Phonetische Phase (5-7 Jahre) |
Kinder bilden Lautfolgen von Wörtern nach rein phonetischen Regeln ab. Dabei erfolgt die Lautanalyse nach der Lautung der Umgangssprache. Die Einhaltung von Wortgrenzen wird sicherer. |
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Phonetische Umschrift |
Zur Laut-Buchstaben-Zuordnung kommt das Gespür für weitere orthographische Regelmäßigkeiten hinzu: Silben, die Auslaute –en und –er erhalten immer häufiger einen Vokal. Nasale Konsonanten werden berücksichtigt (ng, nk). Neue Schreibstrategien werden teilweise übergeneralisiert und die Kinder werden zunehmend sicherer im Schreiben von geübten Wörtern des Grundwortschatzes. |
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Entwickelte Rechtschreibfähigkeit (8-9 Jahre) |
Kinder haben grundlegende Kenntnisse über das Rechtschreibsystem, verwenden visuelle Lösungshilfe. Sie werden sicher in der Schreibung von Wörtern des Grundwortschatzes |
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Tab 37: Delfin 4 (Fried 2007) |
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Im Schuljahr 2007/2008 werden in NRW alle vierjährigen Kinder mit dem diagnostischen Instrument Delfin 4 untersucht. Delfin 4 besteht aus zwei Stufen. Die erste Stufe soll Kinder aus dem Verfahren herauszunehmen, die offensichtlich keine über das bestehende Sprachförderangebot hinaus gehende Unterstützung benötigen. Die zweite Stufe wird bei Kindern durchgeführt, bei denen dies nicht sicher feststeht. In der ersten Stufe wird mit den Kindern eine Art Brettspiel gespielt (ein Zoobesuch). Die Kinder sollen Handlungsanweisungen ausführen (z. B. Stelle deine Figur auf einen Löwen) und erzählen, was an bestimmten Tiergehegen passiert. Dabei achten die beobachtenden Lehrer/innen z. B. darauf, ob zumindest drei Akteure des Geschehens identifiziert werden, ob Höhepunkte markiert werden, oder ob Haupt- und Nebensatzkonstruktionen verwendet werden. Weiter sollen die teilnehmenden Kinder Kunstwörter (z. B. Sabelami) oder Sätze (z. B. Die Decke wird von Tim ordentlich gefaltet.) nachsprechen. Die zweite Stufe (Besuch im Pfiffikushaus) wird mit den Kindern durchgeführt, bei denen dies nicht sicher feststeht. Hier kommen 4 Untertests zum Einsatz. Im Untertest Wortschatz wird das Kind aufgefordert, auf eines von drei Bildern zu zeigen. Verwendet werden 8 Nomen, 7 Verben, 5 Adjektive und 3 Präpositionen. Darüber hinaus soll das Kind anhand von 18 Memoriekarten Unterbegriffe und Oberbegriffe identifizieren (Spielzeug, Kleidung, Obst). Im Untertest Phonemgedächtnis sollen die untersuchten Kinder Kunstwörter nachsprechen. Der Untertest Morpho-Syntax umfasst als Aufgaben Sätze nachsprechen, Pluralbildung und Wortproduktion Im Untertest Bilderzählung geht es darum festzustellen, in wie weit ein Kind in der Lage ist, eine Erzählung nach Vorlage einer Bildergeschichte zu strukturieren und auszugestalten. Je nach Bewältigung der Aufgaben werden Punkte verteilt. Liegen Kinder unterhalb eines vorab definierten Wertebereichs wird zusätzliche Sprachförderung empfohlen. Nach Bericht der nds (GEW 2007, 6) wird im ersten Durchgang fast die Hälfte aller untersuchten Kinder als auffällig eingestuft. Die an den Schulen im Schuljahr 2006/7 eingesetzte Erstversion spricht von empirischen Aufgabenanalysen an "rund" 1200 Kindern, in denen die Güte "ausgelotet" werde. Eine baldige Veröffentlichung wird angekündigt (FRIED 2007, 2). |
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gutachttab 2: Prüffragen zur Bewertung testdiagnostischer Instrumente |
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1. Wie alt ist die Eichstichprobe? Welche voraussichtlichen Auswirkungen haben ggf. veraltete Eichungen? 2. Wie groß ist die Eichstichprobe? 3. Ist die Eichstichprobe nach akzeptablen Kriterien gewonnen? (Stadt/Land, regionale Einflüsse) 4. Wie groß ist der Standardfehler? Ist die Größe des Standardfehlers mit der Fragestellung des Gutachtens vereinbar? 5. Misst das diagnostische Instrument tatsächlich das, was es zu messen vorgibt? 6. Handelt es sich um ein umstrittenes Instrument? |
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Gutachttab 8: Prüffragen zur Bewertung testdiagnostischer Instrumente und Tests aus der Ambulanz |
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1. Wie alt ist die Eichstichprobe? Welche voraussichtlichen Auswirkungen haben ggf. veraltete Eichungen?
2. Wie groß ist die Eichstichprobe?
4. Wie groß ist der Standardfehler? Ist die Größe des Standardfehlers mit der Fragestellung des Gutachtens vereinbar?
5. Misst das diagnostische Instrument tatsächlich das, was es zu messen vorgibt?
6. Handelt es sich um ein umstrittenes Instrument?
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gutachtab 1: Vorgehen bei der Erstellung von testdiagnostischen Gutachten (Mand 2008) |
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abschließend abwägende Entscheidung treffen
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Tab 3: Beispiel-Gliederung für testdiagnostische Gutachten Vortrag Mand 050407 |
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Einleitung: Fragestellung des Gutachtens, ggf. Verweis auf rechtlichen Rahmen Verwendete Methoden: Was wurde wie untersucht Ergebnisse: Welche Befunde werden ermittelt Resümee: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse, Bezug auf Frage |
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Tab 6: Förderdiagniostisches Gutachten / Vortrag Mand 25.4.2007 |
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Ein förderdiagnostisches Gutachen lässt sich auf zumindest zweierlei Wegen schreiben: Das förderdiagnostische Gutachten kann erstens als eine Art Bericht über den Versuch geschrieben werden, im Rahmen der pädagogischen Arbeit, ein pädagogisches Problem zu lösen. Material dieses Berichts sind in aller Regel Gedächtnisprotokolle über teilnehmende Beobachtung (z. B. aus dem pädagogischen Tagebuch), Gesprächsprotokolle, Akteneinträge o.ä. Das förderdiagnostische Gutachten setzt also voraus, dass man über einen längeren Zeitraum pädagogisch gearbeitet hat, Beobachtungen und Gespräche systematisch dokumentiert hat und das pädagogische Problem in irgendeiner Form auch erfolgreich angehen konnte. Ein förderdiagnostisches Gutachten kann zweitens auch dazu dienen, anhand der genannten Materialien strukturierte Hypothesen darüber zu entwickeln, welche Schwerpunkte die zukünftige Förderung haben sollte (Förderplan). Es sollte dabei Informationen darüber enthalten, an welchem Punkt der Entwicklung ein Kind, ein Jugendlicher, ein Erwachsener steht und in Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Literatur entscheiden, welche Interventionen/Situationen/Lernerfahrungen den Klienten dazu bewegen können. den nächsten Schritt in seiner Entwicklung zu tun. |