|
Tab 1: Arbeitsschritte in der empirischen Forschung (Vortrag Mand 23.9.2009) |
|
1. Schritt: Frage entwickeln 2. Schritt: In Literaturrecherche prüfen, ob es bereits eine Antwort gibt 3. Schritt: Entscheiden, ob die Frage qualitativ oder quantitativ untersucht werden soll 4. Schritt: Erhebungsinstrument auswählen 5. Stichprobe auswählen 6. Schritt: Zugang zum Feld wählen 7. Erheben 8. Auswerten 9. Untersuchung verwerten: Hausarbeiten, Diplomarbeiten, Prüfungen, Aufsätze, Dissertationen, Bücher usw. |
|
Vorgehen bei der Literaturrecherche |
|
1. Schritt: Frage entwickeln 2. Schritt: Geeignete Datenbank auswählen (z. B.: FIS-Bildung für Pädagogik/Heilpädagogik, Psyndex für Psychologie, Medline für Medizin, Juris für Recht, Eric für Recherchen im Bereich Pädagogik und Psychologie in den USA, VLB = buchhandel.de) 3. Schritt: Mit geeigneten Suchbegriffen suchen 4. Treffer dokumentieren (mit Suchbegriffen & Trefferzahl speichern) 5. geeignete Veröffentlichungen auswählen (gut geeignet für einen ersten Überblick: Handbuchaufsätze, Dissertationen, Metaanalyse, Überblicksbeiträge in Zeitschriften / selten geeignet: Kongressberichte, Jubliäumsbände) 6. Recherchieren, in welchen Bibliotheken Zeitschriften kopiert werden können oder Bücher entliehen/kopiert werden können 7. Bücher / Aufsätze beschaffen 8. Quellen bewerten (Hinweise auf Eignung bei Büchern: Publikation in seriösen/bekannten Verlag, erfolgreiches Durchlaufen eines Promotionsverfahrens, umfangreiche Verwendung von aktueller Literatur, faire und sachliche Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, Zitation durch andere Autoren / Hinweise auf Bedeutung von Zeitschriftenaufsätze: Publikation in Zeitschriften mit Gutachtersystem, Zitation durch andere Autoren) 9. Lesen - Zusammenfassen - in Beziehung setzen: Was sind wichtige Themen im Publikationsgebiet? Was ist strittig? Worüber besteht Konsens? Was ist gut erforscht? Wo bestehen Forschungslücken? 10. Ggf. im Internet ergänzend nach Online-Publikationen mit öffentlichem Auftraggeber, Zahlen von öffentlichen Institituonen (z. B. Statistisches Bundesamt/Landesamt, Ministerien o.ä.) oder in seriösen Online-Datenbanken suchen (z. B.: bidok). Informationen von privaten Homepages, Homepages von Vereinen sind nur selten brauchbar. Lexika sind nur dann geeignet, wenn sie sich explizit an ein wissenschaftliches Publikum wenden |
|
Prüffragen für empirische Untersuchungen |
|
|
Merkmale Quantitativer und Qualitativer Untersuchungen |
|
|
Typische Merkmale qualitativer Untersuchungen |
Typische Merkmale quantitativer Untersuchungen |
|
|
|
Empirische Untersuchungen (12 f.) |
|
|
Hypothesen und Variablen (13 f.) |
|
|
Datenerhebung |
|
|
Skalenniveaus |
|
|
Tab 4: Datenqualität und Fragetypen |
|||
|
Skalenniveau |
Daten |
Auswertung |
Beispiele |
|
Nominalniveau |
ja-nein- Daten |
Häufigkeiten / Kreuztabellen, Chi-Quadrat (bei mittleren und großen Stichproben), Fisher (bei kleinen Stichproben) |
Geschlecht: männlich / weiblich Studienfach |
|
Ordinalniveau |
größer- kleiner- Daten |
Median, Modalwert Rangkorrelation |
Wie oft lesen Sie Texte zur Vorbereitung von Lehrveranstaltungen? nie - selten - machmal häufig - sehr häufig Bitte bewerten Sie die mittlere methodische Vielfalt der Lehrveranstaltung ... (alle Sitzungen). |
|
Intervallniveau oder metrisches Niveau |
Mess- daten |
Arithmetisches Mittel, Standardabweichung Korrelation (Spearman), Regression, Faktorenanalyse usw. |
Wie alt sind Sie? Wie viel Lehrveranstaltungen besuchen Sie in diesem Semester? Wie hoch ist bis heute der Anteil von Lehrveran- staltungssitzungen in den von Ihnen besuchten Veranstaltungen, die nicht stattgefunden haben? |
|
Beobachtung |
|
|
Einschätzen |
|
|
Befragungen |
|
|
Essentials der Fragebogenkonstruktion Vortrag Mand 16.10.07 |
|
Unterschiedliche Fragetypen vorsehen: Ja/Nein Fragen, Schätzskalen, Polaritätsprofile, Prozent-Fragen keine zwei Fragen in eine Frage zusammenfassen immer auch sozialstatistische Daten erheben (Alter, Geschlecht, Semesterzahl, Kinder usw.) Fragebogen darf nicht zu lang werden (1-2 Seiten) Fragebogen muss auf Stand der Theoriediskussion/Forschung sein (also aus den Fehlern alter Untersuchungen lernen, das fragen, was zu derzeit aktuellen Konzepten der Theoriediskussion passt) Fragen immer so stellen, dass sozial erwünschte Antwortalternativen nicht offensichtlich sind Fragebogen so konstruieren, dass dies nicht zu Abbruch der Befragung führt keine Suggestivfragen Platz lassen für spätere Nummerierung der Fragebogen offene Fragen implizieren erheblichen Aufwand bei der Auswertung Fragebogen in kleinerer Stichprobe (Pilotstudie) testen |
|
Interviews |
|
|
Testverfahren |
|
|
Datenauswertung |
Maße der zentralen Tendenz
Maße der Variablität (Streuung)
|
|
Statistische Kennwerte |
|
|
Arithmetisches Mittel |
Messwerte also x1 + x2 + x3 + ... N N |
|
Median (nach Clauß/Ebner 1985) |
Der Median ist der Wert in der nach der Größe geordneten Rangreihe, der die Reihe halbiert (genau so viele Werte oberhalb und unterhalb) |
|
Modalwert (nach Clauß /Ebner 1985) |
Der Modalwert ist der Messwert, der am häufigsten vorkommt |
|
Standard- abweichung |
Summe der Abstandsquadrate der Messwerte zum Arithmetischen Mittel Quadrat Wurzel aus: -------------------------- N -1
|
|
Prozentrang |
Der
Prozentrang gibt darüber Auskunft, wie viel Prozent der
Eichstichprobe besser bzw. schlechter abgeschnitten haben als der
untersuchte Proband. Prozentränge haben das Problem, dass der
Abstand zwischen zwei Prozenträngen nicht immer gleich ausfallen
muss. Der Unterschied zwischen Prozentrang 3 und Prozentrang 4
kann z. B. größer ausfallen, als der Unterschied zwischen
Prozentrang 50 und 51. Man darf deshalb mit Prozenträngen nicht
rechnen (also z. B. den Mittelwert bilden). Prozentränge sind
zwar anschaulich, aber letztlich Kennwerte minderer Güte.
Aussagekräftiger sind T-Werte (ermöglichen einen Vergleich zur |
|
Zusammenhangsmaße |
|
|
(a-d) – (b.c) Berechnung von Phi: ------------------------------------------ Quadratwurzel aus: A x B x C x D |
|||
|
|
Maenner |
Frauen |
|
|
|
(a) |
(b) |
Zeilensumme A |
|
|
(c) |
(d) |
Zeilensumme B |
|
|
Spaltensumme C |
Spaltensumme D |
|
|
Tab 6: Korrelation zwischen zwei Variablen (Var 1 und Var 2) nach Pearson ®
|
|
Summe: (Messwerte minus Arith. M. Var 1) x (Messwerte minus Arith. M. Var2) ------------------------------------------------------------------------------------------------- (n-1) x Standardabweichung Var 1 x Standardabweichung Var 2 |
|
Tab 7: Rangkorrelation zwischen zwei Variablen (R) |
|
6 x Summe der quadrierten Rangplatzdifferenzen zwischen Var 1 und Var 2 R = 1 - ------------------------------------------------------------------------------------- --------------------------- n x ((n x n) -1) |
|
Kreuztabellen |
||
|
|
In die Spalten: unabhängige Variablen (Geschlecht, Schichtzugehörigkeit usw.) |
|
|
In die Zeilen: abhängige Variablen, also Var, die von den unabhängigen Variablen beeinflusst werden |
Jungen |
Mädchen |
|
|
Spaltenprozente |
Spaltenprozente |
|
|
Spaltenprozente |
Spaltenprozente |
|
|
n |
n |
|
Zusätzlich wird die Irrtumswahrscheinlichkeit angegeben (i.d.R. als p) dabei entspricht:
|
||
|
Designs |
|
|
Gebräuchliche Verfahren in der Signifikanzprüfung für Unterschieds und Zusammenhangshypothesen |
|
|
Tab 10: Effektstärke nach Walter 2002 |
|
Mittelwertsdifferenz zwischen V- und Kontrollgruppe Effektstärke = -------------------------------------------------------------------------- Standardabweichung Kontrollgruppe
Eine ES .20 ist klein, Eine ES .50 ist moderat. Eine ES von > .80 ist groß |
|
|
Hypothesen, die mit Signifikanztests untersucht werden |
|
|
Vorgehen bei Hypothesenvergleich |
|
TaB 9: Vergleich theoretischer und empirischer Verteilungnach Clauss/Ebner 1985, 214 ff. |
|||||
|
Chi-Quadrat-Methode: Quadrierte Summe der (beobachtete Häufigkeiten minus Summe erwarteter Häufigkeiten) Chi-Q. = ------------------------------------------------------------------------------------------------- erwartete Häufigkeiten |
|||||
|
Würfelbeispiel: Fragestellung: Hat jede Augenzahl die gleiche Wahrscheinlichkeit?
Nullhypothese: Es handelt sich um einen homogenen Würfel. |
|||||
|
Würfel |
beobachtete Häufigkeit |
erwartete Häufigkeit |
beobachtete minus erwartete Häufigkeit |
(beobachtete minus erwartete Häufigkeit)2 |
Chi-Quadrat |
|
1 |
40 |
50 |
-10 |
100 |
2 |
|
2 |
55 |
50 |
5 |
25 |
0,5 |
|
3 |
51 |
50 |
1 |
1 |
0.02 |
|
4 |
49 |
50 |
1 |
1 |
0.02 |
|
5 |
46 |
50 |
-1 |
16 |
0.32 |
|
6 |
59 |
50 |
9 |
81 |
1.62 |
|
Summe |
300 |
300 |
|
|
4,48 |
|
Freiheitsgrade berechnen: 6-1 = 5 |
|||||
|
Kritischer Wert (in Abhängigkeit von akzeptierter Irrtumswahrscheinlichkeit / z. B. 5 % / und Freiheitsgrade) in Chi-Quadrat-Tafel nachschlagen Dies erlaubt eine Berechnung der Wahrscheinlichkeit, einen Chi-Quadrat-Wert zu erhalten, der dem kritischen Wert entspricht oder diesen Wert zu überschreitet. Damit werden Aussagen darüber möglich, ob die Nullhypothese beizubehalten ist oder zurückgewiesen werden muss. |
|||||
download SPSS-Uebungsbeispiel.sav